Für den Veranstalter:
Ich verstehe die meisten Gründe, weshalb mache Veranstalter alle Bogenstile zu ihren Turnieren zulassen. Viele haben nicht das Gelände oder die Helfer, um ein Turnier so zu gestalten, dass es schon einen Tag nach der Ausschreibung schon gefüllt ist. Daher muss man sich auf viele verschiedene Bogenstile einlassen. Und jeder Stil verlangt nach einer eigenen Siegerehrung – und dann noch in jeder Altersklasse. Schnell ist da das Budget für die Preise erschöpft und die Dauer der Ehrungen wird zur Strapaze.
Daher hier ein Vorschlag für Turniere: Trennt mindestens die Präzisionsgeräte (alle mit Visier und die Compound) von den Traditionellen (bis BHR). Somit wären für beide anspruchsvollere Turniere möglich. Ich denke da nicht nur an die unterschiedlichen Entfernungen zum Ziel, sondern auch an das mögliche Schießen aus der Deckung heraus. (z. B. kniend)
Trotzdem bleiben noch 8 verschiedene Stilarten übrig. Die nachfolgende Tabelle soll aufzeigen, wie man diese 8 sinnvoll reduzieren kann.

Stilarten A Turnier B C
Wooden Bows Selfbow (SB) X X
Primitive Bow (PB) X X
Longbows Longbow (LB) X X
Longbow modern (LBm) X X
Reflex Bows Reflex Bow (RB) X X
Reflex Bow modern (RBm) X X
Recurve Bows Traditional Recurve Bow (TRB) X X
Bowhunter Recurve (BHR) X X

Veranstalter A möchte alle traditionellen Stilarten zulassen.  Bei ihm kann das Material direkt verglichen werden.
Veranstalter B ist eher traditionell eingestellt. Er sucht sich aus jeweils 2 Stilarten eines Typs die jeweils traditionellste aus. Die Schützen mit der moderneren Variante messen sich nun mit den traditionelleren Schützen der nächst höheren Stilart.
Veranstalter C ist eher modern eingestellt. Er lässt die jeweils modernere Stilart eines Typs zu. Bei ihm findet der direkte Vergleich der traditionelleren Materialien mit den moderneren Materialien statt.