Regeln sind Richtlinien, die aus Erfahrungen und Erkenntnissen gewonnen, als Übereinkunft festgelegt werden. Als solche unterliegen sie auch Änderungen. Neue Materialien und neue Techniken führen auch im traditionellen Bogensport zu Verbesserungen der Leistung. Innovationen für sich zu nutzen, um sich Vorteile gegenüber anderen Mitstreiter zu verschaffen, oder auch nur um keine Nachteile zu erhalten, ist die Ursache für ein Regelwerk.

Nicht jede Neuerung führt zu einem Fortschritt oder dient einem gerechten Leistungsvergleich. Nicht jede Neuerung muss abgelehnt werden. Die Entwicklung der letzten 20 Jahre führte daher zu einer Mehrung von Disziplinen. Inzwischen sind für Holzbogen, Langbogen und Recurve jeweils zwei Stile verfügbar, einen modernen und einen konservativen. Für länderübergreifende Turniere sind diese Regeln international zu festigen.

Dazu sind alle Mitglieder über ihre jeweiligen Verbände dazu aufgerufen, neue Entwicklungen zu beobachten und zu bewerten. Die Verbände teilen dem T.A.I. ihre intern diskutierte Meinung als Votum mit. Der T.A.I. berücksichtigt jedes eingegangene Verbands-Votum und veröffentlicht die Entscheidungen des World Councils zunächst mit einer farblichen Markierung auf seiner Homepage. Diese Änderungen werden künftig mit einem Datum versehen, das als Einführungsdatum zu verstehen ist, ab diesem Zeitpunkt beginnt dessen Gültigkeit. Jedem Mitglied steht somit ein Zeitraum zur Verfügung, um sich auf mögliche Änderungen vorzubereiten.