Version 2019-07-04

I. Ausschreibung

1. Ein Turnier des T.A.I. wird in verschiedenen Medien (Zeitschriften, Internet) öffentlich ausgeschrieben. Aus der Ausschreibung geht Teilnahmeberechtigung, Termin, Ort, Anmeldeverfahren und Unkostenbeitrag hervor. Ggf. sind Sonderregelungen anzugeben.

2. Kein Teilnehmer darf in einem Turnier den Wettbewerb zweimal schießen.

3. Die bei der Anmeldung angegebene Stilart wird mit der Registrierung und Bogenkontrolle bindend. Abweichungen zwischen Anmeldung und Registrierung führen nicht automatisch zu einer Startberechtigung in der angepassten Altersklasse/Stilart.

4. Jeder Teilnehmer startet ausschließlich für seine Nation. Seine Nationalität muss er auf Verlangen nachweisen (Ausweis). Bei Doppelter Staatsbürgerschaft ist die Wahl für mindestens 5 Jahre bindend.

II. Bogenkontrolle

5. Die Bogenkontrolle ist Teil der Registrierung und wird vor dem Turnier durchgeführt.

6. Erlaubte Bogen und Pfeilmaterial sind dem Dokument „Stilarten“ des T.A.I. zu entnehmen. Darin nicht aufgeführte Geräte sind ausdrücklich verboten.

7. Alle Pfeile müssen aufsteigend nummeriert oder beringt und mit Namen/-Initialen eindeutig identifizierbar sein.

8. Nach der Registrierung erfolgte Änderungen der Ausrüstung stellen ein Grund zu Disqualifikation dar. Die Entscheidung darüber obliegt dem Kampfgericht

III. Verhalten im Parcours und an den Einschießscheiben

9. Ein sportlich faires und wertschätzendes Verhalten wird jederzeit vorausgesetzt.

10. Grobe Unsportlichkeiten wie zum Beispiel persönliche Beleidigungen und Tätlichkeiten werden geahndet

11. Die Anzahl der Personen einer Gruppe ist mindestens drei, maximal 6 Personen.

12. Die Gruppen teilen sich wie folgt ein:

  • Schütze Nr. 1 ist der Scheiben Captain
  • Schütze Nr. 2 ist der 1. Schreiber
  • Schütze Nr. 3 ist der 2. Schreiber

13. Der Scheiben Captain ist für die Einhaltung der Regeln und Sicherheitsbestimmungen verantwortlich. Seine Entscheidung über die Wertung der Pfeile ist bindend, ausgenommen ist die Wertung seiner eigenen Pfeile, die vom 1. Schreiber vorgenommen wird.

14. Während dem gesamten Turnier können Überprüfungen der Sportgeräte durchgeführt werden. Bei Beanstandungen ist der Sachverhalt festzustellen und dem Kampfgericht vorzulegen.

15. Der Bogen mit aufgelegtem Pfeil darf vom Schützen nur am Abschusspflock/Abschusslinie und nur in Richtung des Zieles ausgezogen werden.

16. Der Spannvorgang beim Auszug des Bogens darf nicht von Oben ins Ziel hinabsinkend erfolgen.

17. Es ist verboten, senkrecht in die Höhe zu schießen, da der Pfeilflug und somit auch der Auftreffpunkt des Pfeils nicht mehr bestimmbar sind.

18. Der Bogen darf erst in Richtung des Zieles ausgezogen und geschossen werden, wenn sich für den Schützen deutlich erkennbar niemand mehr vor oder hinter dem Ziel aufhält.

19. Bei einer Pfeilsuche hinter einem Ziel muss der Scheiben Captain der Gruppe vor dem Ziel stehen bleiben, um der nachfolgenden Gruppe deutlich anzuzeigen, dass das Ziel noch nicht freigegeben ist. Hat die nachfolgende Gruppe den Abschusspflock erreicht, so ist die Pfeilsuche einzustellen und die Gruppe hat zum nächsten Ziel weiterzugehen.

20. Die Teilnehmer dürfen im Verlauf einer Runde nicht auf Übungsziele oder sonstige Gegenstände schießen.

21. Übungsschießen der Schützen auf Ziele einer Runde, welche für die Zwecke eines Turniers verwendet werden, ist verboten. Spezielle Ziele zum Einschießen werden vor dem Wettkampf zur Verfügung gestellt.

22. Der Genuss von Alkohol und Drogen unmittelbar vor und während des Wettkampfes ist aktiven Schützen und dem Aufsichtspersonal untersagt. Offensichtlich unter Drogen (Alkohol, Medikamente usw.) stehende Schützen oder Aufsichtspersonal sind sofort der Turnierleitung zu melden. Die Wettkampfleitung kann jederzeit einen Alkoholtest anordnen. Bei positivem Befund (>0,0 00/0) ist eine sofortige Disqualifikation auszusprechen, die Kosten für Test trägt bei positivem Befund der Starter.

23. In den Wettkampf Parcours gilt absolutes Rauchverbot. (unabhängig von der lokalen Gesetzgebung). Das Rauchen ist während des Wettkampfes nur an den dafür vom Ausrichter ausgewiesenen und durch Schilder markierten Stellen gestattet.

24. Bei ungünstigen Wetterverhältnissen wird das Turnier nicht unterbrochen, es sei denn, der Turnierleiter gibt ein zuvor vereinbartes Signal. Schützen, die das Gelände vorher verlassen, werden vom Wettbewerb ausgeschlossen.

25. In den schießenden Gruppen und auf dem Parcours sind Begleitpersonen und Haustiere nicht zulässig.

26. Alle Schützen einer Gruppe sollen nach Möglichkeit in der gleichen Wettbewerbsklasse sein.

27. Schützen einer Wettbewerbsklasse müssen am gleichen Tag den gleichen Parcours schießen. Innerhalb ihrer Wettbewerbsklasse werden die Schützen nach dem ersten Wettkampf gemäß ihren Ergebnissen in neue Gruppen eingeteilt.

28. Die Schützen müssen über die volle Dauer eines Turniers schießen, wie dies in der Ausschreibung und den Wettbewerbsklassen festgelegt ist. Die Punkte eines Schützen, welcher das Turnier nicht beendet, werden für eine Auszeichnung nicht berücksichtigt.

29. Jugendliche/Schüler schießen die Meisterschaft unter gleichen Wettkampfbedingungen wie Senioren/Erwachsene/Junioren, jedoch mit anderen Entfernungen (Pflöcken). Die Schüler schießen in ihren Gruppen unter der Aufsicht eines nicht schießenden Erwachsenen.

30. Verstöße gegen die Sportordnung führen zur sofortigen Disqualifikation vom gesamten Wettbewerb. Offensichtliche Verstöße eines einzelnen Gruppenmitglieds, die von der Gruppe nicht sofort gemeldet werden, können zum Ausschluss der gesamten Gruppe führen.

IV. Regeln zum Turnierablauf

31. Jeder Schütze einer Gruppe hat umgehend mit seinem Schießvorgang zu beginnen. Das Zeitlimit für einen Pfeil beträgt 1 Minute. Tritt der Schütze an den Pflock läuft seine Zeit für dieses Target. Der einzige Fall, in dem das Zeitlimit überschritten werden darf, ist eine nach der Einschätzung des zuständigen Target Captain (oder des ersten Schreibers, wenn es sich bei dem Schützen um den Target Captain handelt) gefährliche Situation. Der Target Captain achtet auf die Einhaltung des Zeitlimits (oder der erste Schreiber, wenn es sich bei dem Schützen um den Target Captain handelt).

32. Der Schütze muss mit einem Körperteil den Pflock berühren. Sein Körper muss sich, vom Ziel aus gesehen, hinter der Abschussposition befinden. Er darf sich vor Beendigung seines Schießvorgangs nicht zwischen dem Ziel und der Abschussposition aufhalten.

33. Eine Gruppe darf nachfolgende Gruppen durch die Suche nach verlorengegangenen Pfeilen nicht aufhalten. Es müssen genügend Pfeile mitgeführt werden, so dass jeder Schütze weiter schießen kann. Verlorengegangene Pfeile können nach dem Turnier eingesammelt werden.

34. Hält eine Gruppe aus irgendeinem Grund eine andere Gruppe auf, können Absprachen zwischen den für die Gruppen zuständigen Scheiben Captains dahingehend getroffen werden, dass der nachfolgenden Gruppe der Durchgang ermöglicht wird. Das darf nur im Einvernehmen aller Mitglieder beider Gruppen geschehen.

35. Gruppen dürfen sich anderen Gruppen, während diese auf ein Ziel schießen, nicht nähern oder diese stören, sondern müssen sich solange zurückhalten, bis alle Teilnehmer der Gruppe den Schießvorgang abgeschlossen haben.

36. Ein Schütze, welcher von dem für seine Gruppe zuständigen Scheiben Captain aus technischem oder gesundheitlichem Grund die Genehmigung zum Verlassen des vorgesehenen Bereiches erhält, kann das Recht zur Rückkehr zu seiner Gruppe und somit zum Beenden der nicht abgeschlossenen Runde erhalten. Seine Gruppe muss auf seine Rückkehr warten und anderen Gruppen den Durchlauf gestatten. Der für die Gruppe zuständige Scheiben Captain achtet darauf, dass die Frist von 45 Minuten für die Rückkehr des Schützen eingehalten wird. Nach Ablauf dieser Frist setzt die Gruppe das Schießen fort.

37. Im Falle eines Ausfalls des Sportgerätes (technischer Defekt) kann nach Ermessen des Turnierleiters zur Überprüfung des wiederhergestellten Sportgerätes auf ein vom Turnierleiter ausgewiesenes Übungsziel geschossen werden.

V. Wertung

38. Alle Pfeile eines Durchgangs müssen in der aufsteigenden Reihenfolge geschossen sein. Der Schütze hat bei einem Fehler diesen sofort und unmittelbar beim Bemerken dem zuständigen Scheiben Captain zu erklären, dieser entscheidet über die weitere Wertung.

39. Verlässt ein Schütze die Abschussposition dürfen keine weiteren Pfeile nachgeschossen werden.

40. Die Ziele müssen in der vorgegebenen Reihenfolge geschossen werden. Ausgelassene Ziele können nicht nachgeschossen werden.

41. Am ersten zu schießenden 3D-Tier einer jeden Gruppe beginnt der erste Schütze (Scheiben Captain). Danach wird wie folgt rolliert/rotiert: Der letzte Schütze beginnt an der nächsten Scheibe (1. wird 2., 2. wird 3. usw.)
42. Im Ziel befindliche Pfeile dürfen erst dann berührt werden, wenn sie gezählt und notiert wurden.

43. Fällt einem Schützen ein Pfeil herunter und kann er den Pfeil mit dem Bogen von der Position am Abschusspflock berühren, gilt der Pfeil als nicht geschossen.

44. Durch die Auflage hindurchgehende, aber noch im Ziel steckende Pfeile, können von dem für die Gruppe zuständigen Scheiben Captain oder dessen Stellvertreter, welcher den Pfeil nicht geschossen hat, zurückgeschoben und entsprechend gezählt werden.

45. Vom Ziel zurückprallende Pfeile, die vom Schützen aus vor dem Ziel liegen und von welchen angenommen wird, dass sie den Zählbereich getroffen haben, sind mit einem gekennzeichneten Pfeil zu wiederholen oder werden als Körpertreffer gewertet. Voraussetzung ist, dass der Treffer klar erkennbar war.

46. Pfeile, welche klar erkennbar durch den Zählbereich hindurchgegangen sind, aber nicht im Ziel gehalten wurden, dürfen ebenfalls mit einem gekennzeichneten Pfeil wiederholt werden.

47. Ein Pfeil, welcher einen anderen Pfeil innerhalb eines Zieles trifft und in diesem hängenbleibt, hat denselben Punktwert wie der getroffene Pfeil.

48. Von anderen Pfeilen abgelenkte Pfeile werden entsprechend ihrer Position gezählt.

49. Schützen, welche mehr Pfeile verschießen als vorgeschrieben, verlieren an dieser Scheibe ihre Punkte.

50. Schießt ein Schütze versehentlich den falschen Pfeil, kann dieser nur dann gewertet werden, wenn er diesen Umstand dem zuständigen Scheiben Captain unverzüglich meldet (oder dem ersten Schreiber, wenn es sich bei dem Schützen um den Scheiben Captain selbst handelt).

51. Trennt auf einem Ziel eine Linie zwei Zählzonen voneinander ab, befindet sich diese Linie im unteren Zählbereich. Um die höhere Wertung zu erhalten muss der Pfeil an der Trefferstelle in die höhere Zählzone hineinragen. In Abwesenheit einer Linie (Sockel) muss der Pfeil ebenfalls an der Trefferstelle in die höhere Zählzone hineinragen, um den höheren Wert zu zählen.

52. Der für die Gruppe zuständige Scheiben-Captain und beide Schreiber müssen sich zur Registrierung der Punktzahl an das Ziel begeben. Das Ziehen und Werten der Pfeile ist von den Schützen durchzuführen.

53. Bei 3D-Tieren, die mehr als eine Killzone haben, gilt immer nur der dem Schützen zugewandte Kill.

54. Folgende Schüsse werden nicht gewertet, die Schüsse dürfen auch nicht wiederholt werden:

  1. Schützen, die von einem falschen Abschusspflock schießen oder auf ein falsches Ziel geschossen haben.
  2. Pfeile, welche in Geweih oder Gehörn oder Sockel stecken.
  3. Pfeile, die das 3D-Tier streifen und nicht im Tier stecken bleiben.
  4. Das Ziel muss vom Pfeil auf direktem Weg getroffen werden. Pfeile die vor dem Treffen des Zieles den Boden oder ein Hindernis berühren, zählen nicht. Blattwerk oder Gras zählt nicht als Hindernis.

55. Das geschossene Ergebnis einer Scheibe ist unter der entsprechenden Nummer auf der Schieß-Karte zu notieren.

56. Beide Schreiber unterschreiben die Schießkarten nachdem sie diese vollständig ausgefüllt haben.

57. Jeder Schütze ist verpflichtet seine Schießkarten vor der Abgabe zu kontrollieren und zu unterschreiben.

58. Der Scheiben Captain gibt die Schießkarten beim Auswertungsteam ab.

VI. 3-D Tiere

59. 3 D-Tiere werden nach der Größe der Killzone in vier verschiedene Gruppen eingeteilt. Für die Ermittlung wird die Höhe einer Senkrechten gemessen, die durch das Zentrum sowie die zentrale und innere Wertungszone geht.

60. 3D-Tiere werden in folgende Gruppen klassifiziert:

Tiergruppe Killhöhe
I > 250 mm
II 201 – 250 mm
III 150 – 200 mm
IV < 150 mm

61. Die Wertungszonen der 3D-Tiere sind in drei Bereiche eingeteilt:

  1. Körpertreffer/Wund, Außenkill und Innenkill
  2. Sollte das Tier einen zusätzlichen Inneren Ring haben, (Spot) zählt dieser ebenfalls als Innenkill.

VII. Aufgaben des Turnierleiters

62. Für jedes Turnier wird ein Turnierleiter vom T.A.I. bestellt. Er hat bei der Aufstellung eines Parcours folgende Punkte zu verantworten:

  1. Die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen für den Aufbau eines Parcours.
  2. Die Einhaltung der Entfernungen.
  3. Die Festsetzung einer Frist, bis zu welcher das Turnier beendet sein muss.
  4. Jede Person muss ungeachtet ihrer Größe eine freie Sicht auf die Killzone des 3D-Tieres haben.
  5. Es sollten keine Wege direkt hinter einem Ziel oder Übungsziel verlaufen. Ist dies der Fall, muss der Weg gesperrt werden. Wenn sich hinter einem Ziel oder Übungsziel in einer kritischen Entfernung Wege, andere Ziele, Straßen oder Gebäude befinden, dann muss dieses Ziel mit einem wirkungsvollen Pfeilfang versehen, oder umgestellt werden.
  6. Die Wege zum nächsten Ziel sollen in einem solchen Winkel vom Ziel wegführen, dass die Bogenschützen die Schusslinie rasch verlassen können.
  7. Die Wegführung muss klar erkennbar sein.
  8. Die Ziele sind so zu platzieren, dass Pfeile, die sie verfehlen, keine Gefahr für andere Gruppen darstellen. Die Konstruktion und Aufbau der Ziele müssen so stabil sein, dass ein Kippen oder Verschieben des Zieles vermieden wird.
  9. Parcours werden vom eingesetzten Turnierleiter erst genehmigt, wenn alle Gefahren für die Sicherheit nach Ansicht des Turnierleiters beseitigt sind.
  10. Über die Abnahme der Wettkampfstätten /Wettkampfparcours ist ein Abnahmeprotokoll zu erstellen und zu unterschreiben.
  11. Der Turnierleiter trifft sich vor Turnierbeginn mit dem Wettkampfgericht und allen Helfern. Er informiert über den Turnierablauf und übernimmt die Einweisung der Range Captains und der Gruppenbetreuer.

VIII. Wettkampfgericht

63. Vor Beginn jeder Meisterschaft wird ein Wettkampfgericht bestimmt. Es ist zuständig für alle Proteste und Beschwerden sowie für die Einhaltung der Turnierregeln. Das Wettkampfgericht ist befugt, Verstöße gegen die Sportordnung und die Durchführungsbestimmungen zu ahnden.

64. Das Wettkampfgericht besteht grundsätzlich aus:

  1. dem Präsidenten (oder dessen Vertreter)
  2. dem Sportleiter (oder dessen Vertreter)
  3. dem Turnierleiter
  4. sowie zum Richter ernannte Delegierte der Mitglieder.
  5. Der Fachwart der jeweiligen Bogenklasse.

65. Der Präsident oder der Vizepräsident übernimmt den Vorsitz des Komitees und fertigt ein Protokoll.

66. Zulässige Maßnahmen des Wettkampfgerichts:

  1. Begründete Korrekturen von Schießergebnissen
  2. Disqualifikation

67. Proteste der Wettkampfteilnehmer müssen innerhalb der offiziellen Protestzeit in schriftlicher Form an das Wettkampfgericht eingereicht werden. Die offizielle Protestzeit endet jeweils eine halbe Stunde nach Aushang der Ergebnisliste.

68. Mit Einreichung des Protestes ist eine Bearbeitungsgebühr von 25,- Euro in bar, passend, zu entrichten. Sofern dem Protest oder der Beschwerde stattgegeben wird, erfolgt eine Rückerstattung der Protestgebühr. Andernfalls verfällt diese zu Gunsten des T.A.I.

IX. Parcours Aufsicht

Zur Überwachung der Turnierregeln, Sicherheitsbestimmungen und Einhaltung der Sportordnung kann die Turnierleitung Aufsichtspersonal (Range Captains und deren Helfer) einsetzen. Dieses Aufsichtspersonal ist berechtigt und verpflichtet Verwarnungen auszusprechen und festgestellte Regelverstöße unmittelbar dem Wettkampfgericht zu melden.

X. Wettbewerbe des T.A.I.

69. Alle Turniere werden auf den in der Ausschreibung benannten Parcours geschossen.

70. Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Mitglieder des T.A.I. bzw. dessen Mitgliedsorganisationen.

I. European Traditional Open

71. Ein Parcours besteht aus 24-30 3D-Tieren.

72. Ein Parcours besteht aus:

  1. mindestens 6 3D-Tiere der Gruppe I
  2. mindestens 6 3D-Tiere der Gruppe II
  3. mindestens 6 3D-Tiere der Gruppe III
  4. höchstens 4 3D-Tiere der Gruppe IV

73. Ein Parcours kann entweder nach den Regeln für eine 3D-Jagd oder einer 3D-Sport aufgebaut sein.

74. Es wird auf unbekannte Entfernungen geschossen.

75. Es wird ein Parcours 3D-Sport und zwei Parcours 3D-Jagd geschossen.

76. Eine Gruppe besteht aus mindestens drei Schützen.

77. Die Farbe der Abschusspflöcke ist für Seniors/Adults/Juniors rot und/oder gelb, für Juveniles weiß und/oder weiß-rot und für Kids blau und/oder blau-rot.

II. Parcours 3-D Sport

78. Jedes Ziel ist von einer Abschussposition zu schießen.

79. Nur der erste Wertungstreffer zählt.

80. Wertung:

Pfeil Kill Wund
1. 20 16
2. 14 10
3. 8 4

III. Parcours 3-D Jagd

81. Die Ziele dürfen für Erwachsene nicht weiter als 30 Meter und für Schüler/Jugend nicht weiter als 20 Meter stehen.

82. Jedes Ziel hat zwei unterschiedliche Abschusspflöcke und eine Tierattrappe oder ein Abschusspflock und zwei Tierattrappen.

83. Von jedem Abschusspflock wird ein Pfeil auf jedes Ziel geschossen.

84. Beide Pfeile werden gewertet und addiert.

85. Bei Tieren der Gruppe IV werden an einer Scheibe immer zwei verwendet.

86. Wertung:

Pfeil Innenkill Außenkill Wund
1. 10 7 2
2. 10 7 2

XI. Ehrungen und Medaillenvergabe des T.A.I.

87. Die Vergabe des Titels „Europameister“ sowie die Verleihung der Medaillen sind wie folgt geregelt:

88. Starten in einer Wettbewerbsklasse weniger als 3 Teilnehmer, so findet in dieser Klasse keine Siegerehrung statt. Dies gilt für die Einzelwertung sowie für die Mannschaftswertung.

I. Ehrungen

89. Es werden in allen Wettbewerbsklassen immer die Plätze 1 – 3 durch die Verleihung einer Medaille (Gold, Silber, Bronze) geehrt.

II. Mannschaftswertung

90. Es wird nur in der Schützenklasse gewertet.

91. Senioren und Junioren dürfen in die Mannschaft aufgenommen werden.

92. Es gibt Damen- und Herren-Mannschaften.

93. Für die Mannschaftswettbewerbe können Mitglieder einer Nation oder einer Mitgliedsorganisation Mannschaften bilden.

94. Die Meldung der Mannschaft muss bis zum auf der Ausschreibung des Wettbewerbs genannten Meldeschlusstermin erfolgt sein.

95. Eine Mannschaftsmeldung am Turniertag ist nicht möglich.

96. Eine Mannschaft besteht aus 3 Schützen einer Stilart.

97. Es werden die tatsächlich geschossenen Punkte aller Schützen addiert.

III. Punktegleichheit

98. Bei Punktgleichheit werden zur Ermittlung der Platzierungen folgende Punkte nacheinander berücksichtigt, bis ein Unterschied erkennbar ist.:

  1. Die Anzahl der getroffenen Pfeile
  2. Die Anzahl der Innenkills
  3. Die Anzahl der Kills
  4. Ist nach Berücksichtigung der oben genannten Kriterien eine Entscheidung nicht möglich, so sind Einzelschützen sowie auch Mannschaften gleichwertig. Dies gilt für alle Wettbewerbe.